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Süd-Sinai Power Plant

 
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maherba




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 16:12    Titel: Süd-Sinai Power Plant

Verfasst von Janell am 28.05.2009

Hi,

vor ein paar Tagen habe ich vom Powerplantprojekt in Nuweiba erfahren. Nun ist die Befürchtung der Anwohner sowie der ansässigen Unternehmer groß, dass der Tourismus durch dieses Projekt gefährdet ist. Grund hierfür ist die Erwärmung des Meerwassers um 8 Grad Celsius, weil Meerwasser zur Kühlung eingesetzt werden wird. Dies wird zur Folge haben, dass die Riffe absterben und das Gebiet für Touristen nicht mehr erlebbar ist.

Da die EU die Fördermittel hierfür zur Verfügung stellt, hoffen wir, dass durch die Petition dieses Vorhaben noch gestoppt werden kann und auf alternative Energiegewinnung, bzw. erneuerbare Energie zurückgegriffen wird.

Hier ist der Link für die bereits gestartete Petition:

http://www.thepetitionsite.com/2/stop-the-destruction-of-nuweiba-and-its-coral-reefs

Mit Eurer Unterschrift ist es vielleicht möglich, dass sich neue Gespräche ergeben können!

DANKE!

LG, Yanell
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Ganz liebe Grüße

und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist!


Zuletzt bearbeitet von maherba am 28.05.2009, 16:14, insgesamt einmal bearbeitet
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Verfasst am:     Titel: Urlaubsangebote

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maherba




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 16:13    Titel:

Verfasst von Dahabdiver am 28.05.2009

Kann bitte mal jemand erklären, was es damit auf sich hat:
"750Mw gas powered turbines on a site of 105000 square metres - towering over 82 metres in height"

82 m Höhe liest sich wie Windgenerator. Der wiederum erwärmt nicht mittels Kühlwasser das Meer.

Photovoltaik und sonstiges High Tech-Zeugs:
Sorry, aber die heutigen Ägypter sind ja schon mit (aus unserer Sicht) Steinzeittechnik total überfordert! Funkmasten in der Wüsten mit Solarpaneelen sind ja gut und schön, aber hat irgend wer schon mal gesehen, dass da auch nur ein einziges Paneel mit Wasser und Bürste vom Staub befreit wird, um den Wirkungsgrad zu erhalten?

Und wie Entwicklungshifegelder für Unsinn verpulvert werden, sieht man gut an der neuen Autobahn Sharm el Sheik - Dahab, die kein Mensch braucht.

Und das man bei deren Bau total rückständig arbeitete, zeigte sich daran, dass im Weg stehende Felsen mühsam per Hydraulikmeißel am Bagger kleingehackt wurden anstatt 10 Löcher zu bohren und TNT reinzustecken. Die Israelis haben während eines schnellen Krieges die ganze Straße Taba - Sharm zweispurig gebaut.

Nein, die heutigen Ägypter könnten keine Pyramiden mehr bauen! Die kriegen es nicht mal hin, dass in Dahab die Leuchten an der Promenade so elektrifiziert sind, dass sie nicht bei Regen Stromschläge austeilen.
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maherba




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 16:15    Titel:

Hallo Yanel,
vor kurzem informierte mich eine Bekannte, dass mit dem Projekt wohl schon begonnen wurde.

Süd-Sinai Power Plant
Datum der Einreise - 15/11/2007.

Empfänger
Egyptian Electricity Holding Company and subsidiaries Egyptian Electricity Holding Company und Tochtergesellschafte
Standort
• Ägypten
Beschreibung
Das Projekt betrifft den Bau eines 750 MW Gas-Kombikraftwerk-Cycle-Kraftwerk in der Nähe der Stadt Nuweiba in der südlichen Sinai-Halbinsel.
Das Modul wird Kombikraftwerks Gasturbinen (GuD)-Technologie, darunter zwei Verbrennungsmotoren Turbinen-Generator-Einheiten, eine Dampfturbine Generator, zwei Abhitzekessel und eine Entsalzungsanlage (Flash-Verdampfung-Technologie) zur Deckung der Wasser-Make-up erforderlich. Die Verbrennung Turbinen sind zu verbrennen Erdgas. Kühlwasser wird aus dem Roten Meer.
Ziele
Das Projekt ist eines der letzten Einheiten in der Promotor der Stromerzeugung Expansion Plan, mit dem rund 7500 MWe zusätzliche Kapazitäten für die Generation soll während 2007-2012. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hat dazu geführt, dass ein hohes Wachstum der Stromnachfrage von mehr als 7% pa in den letzten Jahren, mit weiteren Spitzennachfrage Wachstum im Zeitraum 2007-2012 voraussichtlich rund 6,2% pa Die Erweiterung Programm sieht mehrere neue Gas - befeuert Kombikraftwerks Pflanzen, die höhere Energie-Effizienz und eine bessere operative Leistung als die herkömmlichen Gas-oder Öl befeuerte Dampf-Kreislauf-Einheiten, die in der Vergangenheit. Die meisten der Geräte sind bereits in der Umsetzung, von denen mehrere im Rahmen der Kofinanzierung durch die Bank.
Ziel ist es, die wachsende Nachfrage nach Strom zu einem konkurrenzfähigen Preis, kombiniert mit moderner Technologie-Zyklus. Das Projekt wird dazu beitragen, den Ausbau der grundlegenden Energieinfrastruktur, die für die wirtschaftliche Entwicklung in Ägypten.
Kommentare
Sektor (en)
• Energie
Vorgeschlagene EIB-Finanzierung - 260 Mio. EUR.
Gesamtkosten - 650 Millionen Euro.

Ökologische Aspekte
Das Projekt bedarf einer formellen UVP mit öffentlichen Anhörung unter ägyptischen Rechtsvorschriften, ein Verfahren, das ähnlich zu den europäischen Rechtsvorschriften für diese Art von Projekten (UVP-Richtlinie 97/11/EG, Anhang I).
Alle Umweltaspekte - ua die Eignung des Standorts und die Auswirkungen des Kühlwassers Entlastung im Roten Meer - wird bei der Beurteilung eingehend geprüft. Die Verwendung von Erdgas als wichtigsten Brennstoff, in Kombination mit schadstoffarmen Verbrennung Technologie, führt zu einem relativ niedrigen Niveau der Luftverschmutzung aus der Anlage.
Beschaffung
Die Bank wird von dem Projektträger, um sicherzustellen, dass die Umsetzung des Projekts erfolgt in Übereinstimmung mit den Bank-Leitfaden für die Auftragsvergabe.
Status
Nach Prüfung - 15/11/2007.
• Publikationen
Publikationen
• Environmental Impact Assessment (EIA) - Part I Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - Teil I
• Environmental Impact Assessment (EIA) - Part II Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - Teil II
• Environmental Impact Assessment (EIA) - Part III Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - Teil III
• Environmental Impact Assessment (EIA) - Part IV Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - Teil IV
• Environmental Impact Assessment (EIA) - Part V Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - Teil V
• Environmental Impact Assessment (EIA) - Part VI Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) - Teil VI
• Environmental Impact Assessment (EIA) Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
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Quelle
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Mor'us el-Almani




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 17:35    Titel:

@ Auswanderin

zu den sehr themenbezogenen Ausführungen von DD erwarte ich von Dir jetzt aber ein großes Lob, explizit zu den Ausführungen über:
- Funkmasten in der Wüste mit Solarpaneelen
- Autobahn Sharm el Sheik - Dahab, die kein Mensch braucht
- israelische im Vergleich zu ägyptischen Straßenbaumethoden während "eines schnellen Krieges"
- Pyramidenbau
- Elektrifizierung der Uferpromenade in Dahab

nochmal zur Erinnerung, yanell hatte auf die Gas-Dampf-Turbine in Nuweiba aufmerksam machen wollen und den link zu einer Petition eingestellt

@ DD

Funktionsprinzip ist ähnlich dem einer Dampfmaschine mit gekoppelter Lichtmaschine

1) Erdgas wird als Kesselbefeuerung verbrannt, um den Dampf zu erzeugen (wie Dampfmaschine)
2) Dampf trifft auf eine Dampfturbine
3) Dampfturbine ist gekoppelt mit Generator
4) Abdampf über Wärmetauscher ins Meer oder Kühlturm in die Luft

gruß
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yanell




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 19:07    Titel:

Hi,

Pro Tag sollen 1,3 MILLIONEN KUBIKMETER Meerwasser zur Kühlung durch die Anlage gepumpt werden, was die Meerestemperatur um bis zu 8°C anheben wird. Dies bedeutet das Ende jeglicher Korallenriffe in Nuweiba. Die Anlage wird einen 82m hohen Schornstein haben, und diese Industrieabgase werden zur Folge haben, dass über längere Sicht alle Hotels schließen müssen.
Der Lärm, der von der Anlage Tag und Nacht abgegeben wird, wird vom Tourismus nicht akzeptiert werden.
Um das Projekt durchzusetzen, wurde Nuweiba als „Industriegebiet“ klassifiziert!

Das ganze Projekt wurde von der Regierung geplant, Anwohner und lokale Geschäftsleute wurden NICHT kontaktiert, da das Kraftwerk bereits an 3 anderen Standorten abgelehnt worden ist, und es sind nur noch 2-3 Monate bis Baubeginn.

LG, Yanell
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Mor'us el-Almani




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 20:11    Titel:

naja, hab mal den Wirkungsgrad so eines erdgasbefeuerten E-Werkes gegoogelt, soll immerhin 40% erreichen.

Bei einem 750 MW-Werk (das ist also das, was an Strom hinten rauskommt) hat man also nochmal 1125 MW Abwärme.

Einen hübschen kleinen 1,1 GW-Tauchsieder, oder auch Taucher-Sieder habt ihr dann da...

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yanell




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BeitragVerfasst am: 28.05.2009, 20:34    Titel:

Hi,

@dahabdiver: wollte gar nicht schreien... Embarassed

bist Du Dir sicher, dass es sich nur um die Erwärmung von einem Grad handelt? Wie könnte man das nachrechnen? ich würde es gerne glauben können. Die bisherigen Berechnungen gehen von 8 Grad aus.

@M: Dein Tauchsiedervergleich ergibt ein gutes Bild über das Desaster, was dort geschieht.

LG, Yanell
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christophp

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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 07:01    Titel:

Hallo an Alle,

Durch eine Petition wird sich der Bau des Kraftwerks nicht verhindern lassen, da Ägypten wie alle anderen Länder in Afrika auch, unter chronischem Mangel an elektrischer Energie leidet. Die gefürchtete Erwärmung des Meeres lässt sich aber sehr leicht durch den Bau eines luftgekühlten Wärmetauschers (Air cooled condenser) anstatt des geplanten wassergekühlten Kondensators vermeiden.

Diese ACC´s werden überall in der Welt entweder in Gebieten mit Wassermangel (z.b. in Australien, Südafrika), oder aus Umweltschutzgründen, eben die Vermeidung der Aufwärmung der Gewässer eingesetzt. Luftgekühlte Kondensatoren sind aber sehr viel aufwändiger zu bauen als Wassergekühlte. Daher kosten die natürlich ein paar Euro. Ein ACC würde aber auch einiges der Kosten an Meerwasserentsalzung einsparen, trotzdem wäre er sehr viel teurer als die herkömmliche Wasserkühlung.

Es ist alles nur eine Kostenfrage. Was glaubt ihr wohl, was der ägyptischen Regierung lieber ist, der Umweltschutz oder die Einsparung bei den Baukosten?


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Mor'us el-Almani




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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 09:43    Titel:

hi christophp

das ist leider wahr, auch wenn ich grundsätzlich die Geisteshaltung ablehne: "wir können ja eh nix ändern, also versuchen wirs auch garnicht erst"

was aber noch cleverer wäre in Ägypten, wäre der Einsatz von solarbetriebenen Stirlingmotoren zur Stromerzeugung

Der Stirlingmotor hängt dabei im Brennpunkt eines Parabol-Spiegels. In Kleinserie gebaute Beispiele erbringen mit je 8,5m Spiegeldurchmesser eine Leistung von 10 kW (9,8 erzeugt, 9,2 eingespeist).

zusammengeschaltet (grid) können bis zu 10 MW lokal erzeugt werden.

entwickelt wurden diese Kleinkraftwerke von Schlaich Bergermann und Partner (Architekten und Ingenieure) in Kooperation mit SOLO, link http://www.sbp.de
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christophp

vorübergehend auf der Strafbank


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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 12:29    Titel:

Hallo Mor'us el-Almani

Tolle Technik mit diesen Dish- Stirling Anlagen. Hat nur den Haken, das man etwa 7500 Stück davon braucht, um die geforderten 750 MW zu erreichen. Die Spiegel müssten man während des Betriebes auch von Sand und Staub sauber halten, um den Wirkungsgrad voll ausschöpfen zu können, und das klappt ja schon nicht mit den von DD beschriebenen Solarpaneelen. Davon abgesehen bräuchte man dazu ein paar hundert Leute Wartungspersonal. Ein Gas- Dampf- Kraftwerk mit 750 MW kann man dagegen locker mit 50 Leuten fahren.

Außerdem müssten die Ägypter wohl mit Helium oder Wasserstoff herumhantieren. Dabei hab ich schon irgendwo gelesen, dass ein ägyptischer Handwerker nicht mal einen Nagel in die Wand bekommt, ohne sich dabei schwer zu verletzen….

Die Investionskosten würden natürlich jeden Rahmen sprengen. Die Stromerzeugungskosten von 0,12- 0,15 € /Kwh wären für Ägyptische Verhältnisse astronomisch.

Nun, eine Petition müsste dahingehend abzielen, dass nicht der Bau des gesamten Kraftwerkes verhindert werden soll, sondern die Verwendung eines Luftgekühlten Kondensators an stelle eines Wassergekühlten, zum Schutz der Riffe von Nuweiba.

Die würde ich unterschreiben.


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Mor'us el-Almani




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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 12:45    Titel:

aber ich habe hier noch was ganz anderes entdeckt, Zenith - Zeitschrift für den Orient, 0108, Beitrag "Friedenstal - Der Traum des Schimon Peres"

kurzer Auszug:

"Ein Kanal soll bald das austrocknende Tote Meer mit neuem Wasser aus dem Roten Meer speisen.
Das Projekt kann die wirtschaftliche Zusammmenarbeit zwischen Israel, Jordanien und den Palästinensern fördern – und damit Frieden sichern. Die Knesset hat das »Friedenstal« bereits auf die Top-Agenda gesetzt. "

Skizzen einer Vision Von Schimon Peres

Ausgangspunkt: "Der Wasserspiegel des Toten Meeres sinkt pro Jahr bis zu einem Meter.
...
Lag der Wasserspiegel des Salzsees noch in den 1930er Jahren nur 380 Meter unter dem Meeresspiegel, sind es heute schon 420.
...
Im Mai 2005 schlossen Jordanien, die Palästinensische Autonomiebehörde und Israel einen Vertrag, der mit Unterstützung der Weltbank eine Machbarkeitsstudie für den »Zweimeerkanal« auf den Weg brachte. Im
März 2007 erklärte die Knesset das »Friedenstalprojekt«, das neben dem Kanalbau eine ganze Reihe an Infrastrukturprojekten vorsieht, zum »Nationalen Projekt« und räumte dem Plan damit hohe Priorität ein.
...
Die Idee, das Tote Meer mit Wasser aus dem Roten Meer zu speisen, ist unter Umweltschützern allerdings umstritten. Der dazu nötige Kanal verläuft direkt im Großen Afrikanischen Grabenbruch, eines geologisch
hoch aktiven Gebietes. Ein Erdbeben könnte den Kanal beschädigen und das austretende Salzwasser das Grundwasser ruinieren.
Weitere Gefahr sehen Umweltschützer für die Korallenriffe im Golf von Akaba, wo das Wasser für das Tote Meer abgesaugt werden soll. Außerdem könne die Vermischung des sulfathaltigen Meerwassers mit dem kalziumreichen Wasser des Toten Meeres zu großflächiger
Gipsbildung führen." Hannes Alpen
...
"Das Kanalprojekt wird das Aravatal zwischen dem Toten Meer und dem Roten Meer in einen blühenden Garten verwandeln, der Touristen aus der ganzen Welt anlockt. Es wird das Tote Meer mit fehlendem Wasser speisen und wird entsalztes Wasser für die Negevwüste und für die jordanische Agrarwirtschaft liefern. Dies wird die israelisch-jordanischen Beziehungen stärken und den Palästinensern zu wirtschaftlichem
Aufschwung verhelfen.
Der Ausbau des internationalen Flughafens von Akaba zu einem gemeinsamen Flughafen wird die zukünftige touristische Zusammenarbeit
zwischen den beiden Ländern stärken.
...
Geplant ist außerdem eine Schienenverbindung zwischen Jordanien und Israel, die den Transportweg verkürzt, Kosten senkt und neue
Transportwege aus Europa und Amerika in den Nahen Osten ermöglicht. Die Europäer schlagen ebenfalls den Bau zweier Bahnlinien vor, die
den Nahen Osten und Europa verbinden.
Denkbar ist eine Verbindung im Norden zwischen Irbid in Jordanien und Haifa in Israel, sowie eine südliche Linie, die in Richtung des Roten
Meeres über Akaba bis zur israelischen Hafenstadt Aschdod verläuft.
...
In Dschenin soll ein Industriegebiet entstehen.
...Die deutsche Regierung hat zugesagt, sich mit 30 Millionen US-Dollar am Bau einer solchen Zone zu beteiligen.
...Die Gegend um Jericho kann zum landwirtschaftlichen Zentrum des gesamten Nahen Ostens werden. Die japanische Regierung hat
beschlossen, die Entwicklung der industriellen Landwirtschaft in Jericho zu unterstützen, die einen modernen Agrarindustriepark und einen
Flughafen auf jordanischer Seite vorsieht, von wo aus die gesamte Region beliefert werden könnte.
..." Schimon Peres, in der Übersetzung von H. Alpen

dann müssen wir uns auch keine Gedanken um die Wassertemperatur mehr machen Wink

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yanell




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BeitragVerfasst am: 29.05.2009, 23:23    Titel:

Hi,

Na ja, Mut macht ihr ja nicht gerade, vor allem wenn ich den letzten Beitrag lese... Crying or Very sad
Sinai ist für mich ein Naturparadies.

Die Ideen und Verbesserungsvorschläge werde ich mal an ein paar Leute mit Sachkenntnis in Form des Links weiterreichen.

Trotzdem will ich es einfach nicht glauben, dass wir noch nicht weitergekommen sind mit der Form der Energiegewinnung. Wir haben Skype, Handys, Navigationssysteme entwickelt, wieso schaffen wir es (noch) nicht, die Energie aus einem Teil so groß wie ein altes Autotelefon zu gewinnen?
Hat Nikolaus Tesla nicht schon mal was entwickelt gehabt? Energie aus Blitzen gewonnen?

LG, Yanell
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christophp

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BeitragVerfasst am: 30.05.2009, 11:31    Titel:

750 MW ist schon eine Menge Strom. Damit könnte man allein Sharm gut 10 mal versorgen, inklusive aller Meeresentsalzungsanlagen.

Der Staat Ägypten kämpft mit der allgemeinen Knappheit der elektrischen Energie, landesweit. Eine ganz andere Lösung für den Sinai wäre, den benötigten Strom von Israel zuzukaufen. Für die israelische Stromgesellschaft wäre es absolut kein Problem, den Strom, der im Sinai benötigt wird, zu produzieren. Es wären nur das Problem, den Strom in das ägyptische Stromnetz einzuspeisen. Da müsste man Investieren.

Auf Ägyptischer Seite fehlt nur der Wille darüber ernsthafte Geschäftsverhandlungen aufzunehmen.

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Mor'us el-Almani




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BeitragVerfasst am: 31.05.2009, 22:09    Titel:

soviel Einsicht werden die Ägypter und andere Staaten der MENA Zone erst entwickeln, wenn Öl und Gas versiegt sind. Leider ist davon noch nichts in sicht, in Libyen hat man gerade erst wieder iesige Vorkommen entdeckt, nach Schätzungen sind erst 1/3 der Vorkommen überhaupt lokalisiert...also in 50 Jahren können wir dann etwa damit rechnen, daß grenzübergreifend die Energiefrage geöste werden kann.

Am besten gefällt mir trotz allen Unkenrufen die Variante, daß die nordafrikanischen Staaten solar Stom erzeugen und über verschiedene Mittelmeerleitungen nach Europa verkaufen, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland.

Das ergäbe ein nettes Kräftegleichgewicht der Mittelmeeranrainer und die Araber könnten auf Augenhöhe mit uns am Tisch sitzen.
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yanell




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BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 13:50    Titel:

Hi,

das mit dem Tourismus stimmt. Seit meinen Besuchen auf dem Sinai hat das M.O.T. fast alle Grundstücke nördlich von Nuweiba bis nach Taba den Beduinen "abgekauft". (Auch hier sind unglaubliche Geschichten vorgekommen, als ob der Mensch aus der Geschichte mit den Ureinwohnern Amerikas, Kanadas oder Australien nichts gelernt hätte...)
Es lief übrigens schon die Werbung im deutschen Fernsehen hierfür: "Die ägyptische Riviera!", was ja schon erklärt, wie es mal aussehen soll.

Was mir persönlich auf dem Sinai so gut gefällt, ist, dass es so viele einzelne Projekte gibt, was man durchaus als sanften Tourismus, bzw. ökologisch verträglichen Tourismus bezeichnen kann. Und dies gilt es meiner Meinung nach zu fördern, oder sehnen wir uns alle nach Beton, Glas und Kälte?
Ich habe einen Forscher aus Kempten kennengelernt, der mit Matten in den Wänden, ähnlich wie die Fussbodenheizung, aber die Kanülen sind mit mehr Wasser gefüllt, die Temperatur seiner Räume im Sommer kühlt und im Winter heizt. Dies mit einem Kreislauf kalten Wassers im Sommers und warmen Wassers im Sommer. Er geht von Strahlungswärme, bzw. -kälte aus, das dem Menschen Behaglichkeit gibt. Hier sollte man auch mal ein Projekt hinbauen, um zu testen, ob es auch auf dem Sinai funktioniert, bzw. um zu zeigen, dass es funktioniert.

Dass die EU hier Gelder zur Verfügung stellt, die nicht im Einklang sind mit ihren eigenen Forderungen, die sie für sich in Europa haben wollen, ist mir unbegreiflich. Wozu haben wir die Grünen schließlich nach Strassburg gewählt!

@DD Deine Erklärung mit der Tauchlampe leuchtet mir ein... mir stellt sich allerdings die Frage, wo geht die Energie eines Blitzes denn hin, wenn ich davon ausgehe, dass sie sich nicht auflösen kann?

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