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nagi
Anmeldedatum: 29.06.2008 Beiträge: 1878
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Ich möchte hiermit eine Grundlage für Diskussion über die Religionen festlegen.
Falsche Diskussionen, Argumentationen, oder falsche Beurteilung über Religionen sind gefährlich, trennen Freunde auseinander und verursachen Feindschaften.
Niemand von uns kann behaupten, dass er oder sie über die Religionen dieser Welt Bescheid weißt. Niemand kann mit Sicherheit sagen, was im Islam alles gibt, was das Christentum oder Judentum von Lehren und Gebote hat, oder wie die Geschichte genau war.
Man braucht nur die verschieden Konfusionen, Sekten, Richtungen und Gruppierungen einer Religion zu beobachten, um festzustellen, dass die Wahrheit wirklich fehlt.
Ich gestehe, ich weiß nicht alles über den Islam. Ich gestehe, ich weiß kaum was übers Christentum oder Judentum.
Obwohl ich in Kairo und in Tübingen Islamkunde studiert habe, Geschichte und Sprachen der islamischen Länder gelernt und jede Menge Arbeiten darüber geschrieben habe, würde ich nicht von mir behaupten, dass ich Islamkenner bin. Niemals.
Um klar zustellen, Moslems glauben an alle Gottesreligionen. Also, für Moslems ist Abraham, Moses und Jesus genau so gut Gottespropheten wie Mohammad. Moslems machen keinen Unterschied. Also, eine Beleidigung des einen ist genauso zu unterwerfen wie die Beleidigung allen anderen.
Wir denken, dass Mohamad ein Revolutionär war, gerade in Sachen Frauenrechte.
• Vor dem Jahr 632 n.Ch. wurden kleine Mädchen lebendig begraben, weil die Araber Angst hatten, dass Mädchen ihnen Schande bringt. Mohamad und der Koran haben es verboten.
• Mohamad hat den Männern den Besitz von Frauen verboten. Auch das Heiraten hat er nur auf 4 Frauen begrenzet, mit strengen Auflagen. Direkt vor Mohamad würde von bis zu 60 Frauen im Hof eines Reichen Araber berichtet.
• Mohamad hat das Erbrecht für Frauen eingeführt. Er gab ihr auch das Recht auf Eigenbesitz, ja sogar auf Offenlegung eigener Finanzen.
• Nach Mohamad kannten die Frauen erst das Recht darauf einen Ehemann wählen zu dürfen, oder auch einen abzulehnen. Das Recht auf Scheidung gab er ihr, auch wenn der Mann es nicht will.
• Das Recht auf Arbeit, auch im militärischen Dienst, hat sogar seine eigene Frau in Anspruch genommen.
Dieses würde über Mohammad überliefert und im Koran festgelegt. Es gibt eine Sura im Koran nur für Frauen: Die Frauen
Leider, wird heute zutage keine Religion so gelebt wie es ursprünglich gekommen war. Es sind Jahrtausende vergangen, viele Interessen spielten eine Rolle und viele Theorien und Ideen haben sich über die Zeit etabliert. Viele Gruppierungen, Sekten und Lehren haben sich gebildet, sodass Niemand von einem Islam, von einem Christentum oder von einem Judentum sprechen kann.
Seit den Kreuzzügen bis heute fühlen sich Moslems von Europäer ungerecht behandelt, weshalb sie auch unzufrieden sind. Dieses Unrecht sahen sie während der Besatzungszeit durch den Engländer und Franzosen. Heute deutlich und sichtbar im Irak, Afghanistan, Palästina usw.
Meine deutsche Ehefrau wollte Muslime werden, also konvertieren. Ich habe den Koran in Übersetzung gekauft, die Hadithe vom Propheten, einpaar Quellen über den Islam geholt, für sie auf dem Tisch gelegt, und sagte: lese dich ein. Sollte das hier dich überzeugen, tue es, geht mich nichts an. Sie hat nicht gelesen, und wurde nicht konvertiert, oder gelesen und nicht überzeugt. Was soll es. Sie war mit ihrem Mann neulich 3 Tage in Kairo, ohne ein Wort darüber zu sprechen.
Fragt keinen Muslim nach einer verschleierten Frau, der weiß es nicht.
Fragt ihn nicht nach den 4 Ehen, der weiß es nicht. Fragt keinen Muslim nach der Geschichte des Islam, er weiß soviel davon wie ihr über Ostern oder über Weihnachten, oder den christlichen Kämpfer St. Georg. Was wisst ihr denn übers Christentum.
Moslems wissen genau soviel über ihre Religion wie ihr über eure.
Wer was wissen will kann lesen. Wer nicht lesen will kann einen Scheich fragen.
Jeder soll glauben was er. Er darf aber auch. Man soll leben und leben lassen.
Somit gehen wir den Ärger aus dem Weg, und halten gesunde Beziehung mit einander.
Nun gehe ich rüber zu den Leser für unbestimmte Zeit . Bis dann
Gruß
Nagi |
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Aegypten Urlauber
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Sheima
Anmeldedatum: 03.05.2009 Beiträge: 63 Wohnort: Stuttgart
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Das Verurteilen von Religionen,ist gefährlich.
Da bin ich ganz nagis Meinung.
" trennen Freunde auseinander und verursachen Feindschaften."
Auch das kann passieren,leider.
Und man kann Menschen sehr verletzen.
Denn was ist RICHTIG und was ist FALSCH?
Wer hat das RECHT zu urteilen? Keiner von uns.
Was für den Einen falsch und absolut unerträglich,
ist für den Andern richtig und wird mit Freude gelebt.
Für viele Menschen ist genau
DIESE EINE RELIGION (welche sei dahingestellt) die Richtige
und gibt ihm Halt,vielleicht sogar den einzigen den er hat.
Sie gibt ihm Kraft und schenkt ihm Hoffnung,diesen, für ihn
vielleicht so schweren Lebenskampf zu bestehen.
LEBEN UND LEBEN LASSEN!
Liebe Grüsse. |
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wise guy
Anmeldedatum: 07.10.2009 Beiträge: 9
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...Was für den Einen falsch und absolut unerträglich,
ist für den Andern richtig und wird mit Freude gelebt.
Für viele Menschen ist genau
[b]DIESE EINE RELIGION[/b] (welche sei dahingestellt) die Richtige
und gibt ihm Halt,vielleicht sogar den einzigen den er hat.
LEBEN UND LEBEN LASSEN!
Na ja, mit dem LEBEN UND LEBEN LASSEN ist das so eine Sache...
Ich kenne europäische Frauen, die ihren Aufenthalt in muslimischen Ländern als absolute Hölle erlebt haben. Sie wurden von morgens bis abends belästigt. Darüber (und über vieles mehr) wird man sich schon mal Gedanken machen dürfen. Wo das wohl herkommt?! Als "Unverschleierte" outet man sich nach dem Verständnis so einiger Muslime als "verfügbar, willig".. oder sonst noch was. Es ist der Umkehrschluss, der die "Sache" mit dem Kopftuch/der Verschleierung so brisant macht. Warum Kopftuch?! Ich persönlich bin 100% dagegen! Viel Interessantes zu dem Thema nachzulesen - mit der vielen guten Artikeln/Kommentaren, auch von in Deutschland lebenden türkischen Feministinnen - in der aktuellen EMMA! |
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