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flori
Anmeldedatum: 04.06.2009 Beiträge: 1961 Wohnort: im schönen Schwabenland
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nach einem neueren TV-Bericht soll ca 2200 v.C. in Ober-Ägypten eine Hungersnot geherrscht haben, auch im Faijum fanden sich dazu nun Spuren.
Dies war die Zeit der 7. und 8. Dynastie. (Ende des alten Reiches).
zu jener Zeit war nachweislich jede 5. Nilüberschwemmung deutlich unter den anderen vier, d.h. die Ernten wurden schlecht und die Folgen waren Hungersnöte. Schuld daran war eine globale Klimakatastrophe.( bis ca 4000 v.C. war die Sahara eine langsam versandende Savanne, d.h. das Niltal war breiter und teilweise auch fruchtbarer. )
Der Qarun-See im Faijum trocknete aus, da durch den Bar Jussuf (Josephs-Kanal) die Wasserversorgung vom Nil unterbrochen war, ( nachgewiesen im Schlammsedimet des Qarun-See`s). Da aber auch in Oberägypten (nachgewiesen von Fakry Hassan) und in Unterägypten ( nachgewiesen von
Donald Redford) die wichtigen Hochwasser ausfielen, waren hier Hungersnöte vorprogrammiert. Neue Funde im Faijum und Unterägypten
brachten grausige Funde hervor: teilweise ganze kleinere Siedlungen waren einfach aufgegeben worden ( dachte man zuerst...), aber dann fanden sich in einer geringen Tiefe die Leichen von mehreren Menschen die nachweislich ermordet wurden, Männer - Frauen -Kinder, und deren Skelette so liegen geblieben waren wie sie getötet wurden, ihre Leichen waren nicht mumufiziert und bestattet, ihre verwesten Körper zeigten seltsame Spuren an den Knochen, die auf ein Abschaben mit teilweise stumpfen Gegenständen hindeuteten : Kannibalismus durch Hungersnot war das erschütternde Ergebnis , kaum zu glauben aber in einem alten Grab in Oberägypten bestätigt.
Es war das Grab des Anch Tifis, dort fand Fakry Hassan an den Stelen in der Grabkammer eindeutige Hinweise auf diesen Kannibalismus, denen allerdings wenig Bedeutung zugemessen wurde, erst durch Fakry Hassan
und seiner Frau (Geologin/Biologin) und deren Untersuchung von antiken Holzkohleresten in der südlichen Sahara Ägyptens auf jene Trockenperiode, begann man genauer zu forschen : mit obigem Ergebnis.
Nun stellt sich hier auch die Frage: wenn der Bar Jussuf in dieser Zeit einen anderen Verlauf hatte und aufgrund dessen das berühmte Labytinth
von Amenemheth (1853 - 1806 v.C.) eine andere Lage als heute vermutet hätte, dann wäre eine neue Suche an einer anderen Stelle evtl. weiter südlich ( ca 80 -200 m ) doch sicherlich sinnvoll, anhand von damaligen Angaben des Kanalverlaufs und Berechnungen mit dem heutigen Kanalverlauf. Desweiteren tritt die Frage auf : warum hatte die von Ägyptologen verdrängte 7.Dyn. 70 Könige in 70 Tagen, hatte die Hungersnot damit zu tun, waren durch die Dürre keine geregelten Regierungsabläufe möglich, und : ist hier die Verbindung zur Dürreplage in der Bibel zu suchen, dann wäre ja aber die Verknüpfung mit Joseph/Jussuf wie ich Sie mit Nagi diskutiert habe doch in dieser Zeit zu suchen , in der Folge wäre auch die Geschichte mit Moses usw früher als gedacht anzusetzen ( dies ist aber eine reine spekulation von mir)- Ich freu mich auf hilfreiche Infos, Hinweise und Mitforschenden -
- Gruss Flo -  |
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Aegypten Urlauber
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flori
Anmeldedatum: 04.06.2009 Beiträge: 1961 Wohnort: im schönen Schwabenland
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nachtrag: wen`s interessiert - die reportage wird montag 06.07.09 um 12.30
auf Phönix wiederholt unter dem titel: katastrophen der vorzeit teil I.
- sehr empfehlenswert für geschichtsinteressierte - gruss flo  |
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