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maherba

Anmeldedatum: 17.02.2007 Beiträge: 9063 Wohnort: mal hier - mal da
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Zum Buch: Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen, die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau, und viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird zum Mikrokosmos für Ägypten.
Alaa al-Aswanis Roman stellt vieles dar, was es in Ägypten gibt, worüber aber nicht häufig - und eigentlich nie in dieser Direktheit - gesprochen wird. Da kommt der junge Mann nicht an die Polizeischule, weil sein Vater nur Türhüter ist. Da hält sich der wohlhabende Journalist einen armen Oberägypter als Bettgenossen. Da predigt der eine Geistliche für die Regierungspolitik, der andere für den Terror. Da bereichern sich manche schamlos mit den zweifelhaftesten Geschäften. Da wird das junge Mädchen, die für ihre Familie sorgen muss, von allen Arbeitgebern systematisch belästigt. Da träumt der ehemalige Aristokrat von vorrevolutionären, besseren Zeiten. Da wird im Bereich der Politik geschmiert, geschnüffelt und gefoltert. Da wird eben das tägliche Leben Ägyptens gezeigt.
Das Buch ist in Ägypten, Frankreich und Italien zum Bestseller geworden, besonders nach seiner [b]Verfilmung.
"Yacoubian Building" wurde bei den Festivals von Berlin (2005), Cannes, New York gezeigt und beim Filmfestival in Zürich mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.[/B]
Zum Autor:
Alaa al-Aswani wurde 1957 in Ägypten geboren. Er hat das französische Gymnasium in Kairo besucht und in den USA Zahnmedizin studiert. Al-Aswani lebt in Kairo, wo er als Zahnarzt, Journalist und Schriftsteller tätig ist. Er ist in der Oppositionsbewegung "Kifaja" aktiv, die die korrupten Eliten Ägyptens für die Misere im Land verantwortlich macht und damit den Staat und die religiösen Autoritäten herausfordert. Der Jakubijan-Bau (erschienen 2002 in Ägypten) ist al-Aswanis erstes Buch in deutscher Übersetzung.
Über bücher.de spart man die Portokosten!!!!!  _________________ Ganz liebe Grüße
und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist! |
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Aegypten Urlauber
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Zagerman
Anmeldedatum: 25.11.2007 Beiträge: 21 Wohnort: Kairo
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Nur ne kleine anmerkung... das Haus gibt es wirklich in der nähes des midan Talat Harb... nur der Film zum Buch wurde nicht im originalhaus gedreht, weil sie so viel ich weiss, keine drehgenehmigung bekommen haben!
Der Film ist wirklich sehenswert!!! Kann ich jedem empfehlen!!!
LG |
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maherba

Anmeldedatum: 17.02.2007 Beiträge: 9063 Wohnort: mal hier - mal da
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| Zagerman hat Folgendes geschrieben: |
| Der Film ist wirklich sehenswert!!! Kann ich jedem empfehlen!!! LG |
Und das Buch auch  _________________ Ganz liebe Grüße
und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist! |
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Zagerman
Anmeldedatum: 25.11.2007 Beiträge: 21 Wohnort: Kairo
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sorry, ya maherba, malesh! Das buch ist natürlich auch sehr lesenswert
hier ist noch eins, was sehr interessant ist... hab leider nur die englische beschreibung gefunden, da ich auch nicht weiss, ob das ins Deutsche übersetzt wurde, aber für die die sich dranwagen wollen... es ist es wert...
NO ONE SLEPTS IN ALEXANDRIA
Ibrahim Abdel Meguid
Description:
This sweeping novel depicts the intertwined lives of an assortment of Egyptians -- Muslims and Copts, northerners and southerners, men and women -- as they begin to settle in Egypt's great second city, and explores how the Second World War, starting is supposedly faraway Europe, comes crashing down on them, affecting their lives in fateful ways. Central to the novel is the story of a striking friendship between Sheikh Magd al-Din, a devote Muslim with peasant roots in Northern Egypt, and Dimyaan, a Copt with roots in Southern Egypt, in their journey of survival and self-discovery. Woven around this narraitve are the stories of other characters, in the city, in the villages, or in the faraway desert, closer to the fields of combat. And then there is the story of Alexandria itself, as written by history, as experienced by its denizens, and as touched by war.
Throughout, the author captures the cadences of everyday life in the Alexandria of the early 1940s, and boldy explores the often delicate question of religious differences in depth and on more than one level. This novel adds an authentically Egyptian vision of Alexandria to the many literary -- but mainly Western -- Alexandrias we already know: it may be the same space in which Cavafy, Forster, and Durrell move but it is certainly not the same world.
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About The Author:
Ibrahim Abdel Meguid has combined critical and creative writing throughout his literary career. He is a consultant for cultural matters at the Popular Culture Council. |
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Zagerman
Anmeldedatum: 25.11.2007 Beiträge: 21 Wohnort: Kairo
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ok das sollte natürlich
NO ONE SLEEPS IN ALEXANDRIA
heissen
upps |
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Schamsiyya
Anmeldedatum: 28.11.2007 Beiträge: 1
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Hallo,
da kann ich nur zustimmen. Das Buch ist wirklich lesenswert.
Den Film habe ich leider nicht gesehen, bin aber ganz neugierig darauf.
Weiß jemand wo man den bestellen kann?
LG Schamsiyya |
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Zagerman
Anmeldedatum: 25.11.2007 Beiträge: 21 Wohnort: Kairo
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Hey Shamsiyya,
ich denke, bei Amazon.com müsste man den film bekommen können... achte nur darauf, dass die untertitel dabei sind, ansonsten könnte es schwierig werden!
Gruss
Zagerman |
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Madlaina
Anmeldedatum: 26.03.2008 Beiträge: 3
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Ich habe vor kurzem den Film gesehen und war sehr beeindruckt. Werde versuchen das Buch zu bekommen. Es lohnt sich bestimmt auch dieses Werk zu lesen.
Was ich ganz besonders gut finde, ist das Herunterbrechen einer Gesellschaft auf die Bewohner eines Gebäudes und die teilweise fast ausweglose Situation einzelner.
Sehr sehenswert. Hat sicherlich auch eine anständige Poriton Mut gebraucht, so etwas gesellschafts kritisches zu schreiben und danach noch zu verfilmen. |
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masha
Anmeldedatum: 20.07.2009 Beiträge: 14
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Ein supertolles Buch, man müsste es jeden, der auswandern möchte und sich noch nicht mit der Ägyptischen Gesellschaft auskennt ,als Pflichtlektüre auferlegen....wie in Deutschland den Einbürgerungstest für Ausländer.  |
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flori
Anmeldedatum: 04.06.2009 Beiträge: 1961 Wohnort: im schönen Schwabenland
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hier noch 2 interessante Büchertips von National Geographik:
Im Schatten des Pharao von Anthony Sattin
Der Blaue Nil von Virginia Morell
FLO |
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asfura

Anmeldedatum: 14.06.2009 Beiträge: 519
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Hallo Flo,
es heisst "Ägyptische Literatur und Musik"
VG
Asfura _________________ Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muß durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab. |
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flori
Anmeldedatum: 04.06.2009 Beiträge: 1961 Wohnort: im schönen Schwabenland
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Im Schatten des Pharao ist zwar keine " Ägyptische " Literatur, handelt aber in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in verschiedenen Regionen Ägyptens und schildert die damaligen Zustände der Fruchtbarkeitsrituale, Schlangenbeschwörung und Zauberei - mit der Sicht auf damalige und heutige Zustände diesbezüglich, ist kein Roman sondern ein Tatsachenbericht über Winifred Blackman und das Manuskript von Umm Seti, immer wieder im Realitätsvergleich zwischen damals und heute, mit dem Ergebnis, dass so viele Unterschiede gar nicht gegeben sind !!!!!
Der Blaue Nil ist ebenso keine "Ägyptische " Literatur, aber sehr interessant wie sich der Nil in Äthiopien bis nach Karthoum entwickelt, Landschaften bildet, und im Enddefekt auch welche natürlichen und biologischen Bestandteile
sich hier immer mehr im Verlauf des Nils bis nach Ägypten entwickeln, eben die Bestandteile die in Ägypten über Jahrtausende für diese sagenhafte Fruchtbarkeit sorgen. Einzigartig auch auf der erwähnten Schlauchboottour die Entwicklung der Landschaften und Flussläufe mit ihren
ländlichen, natürlichen und menschlichen einmaligen Gegebenheiten bis hin zur Verbindung mit dem weißen Nil im Sudan.
Daher diese Empfehlung
FLO |
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asfura

Anmeldedatum: 14.06.2009 Beiträge: 519
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Hallo Flo!
Jetzt hast Du doch auf meinen - wie Du weisst, nicht ernst gemeinten "Rueffel"- gleich eine schoene inhaltliche Vorstellung der von Dir empfohlenen Buecher nachgeliefert.
Danke!
LG
Asfura _________________ Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muß durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab. |
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Papürus
Anmeldedatum: 10.10.2010 Beiträge: 98 Wohnort: NRW
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Ich habe "Der Jakubijân-Bau" gelesen, hier meine Meinung:
Wie kann man sich einem fremden unbekannten Land nähern? Indem man es bereist, indem man Sachbücher liest, oder einen sehr ehrlichen, ungeschönten Roman, wie ihn Alaa al-Aswani geschrieben hat.
Mithilfe eines Hauses (welches wohl tatsächlich exisitiert) wird der Alltag im zeitgenössischen Kairo beschrieben. Geschickt werden unterschiedliche Ebenen, die Armen die in Blechhütten auf dem Dach des Hauses leben, und die Reichen in den Etagen darunter, miteinander verwoben.
Es ist kein schönes Ägypten welches dem Leser hier präsentiert wird, geht es doch um das tägliche Überleben, um Gier, Korruption, Macht, Sexualität, Homosexualität und Terrorismus.
Dennoch ist der Roman in all seiner Härte nicht abstoßend, sondern interessant, beklemmend, aber auch unterhaltend, geschrieben. Einige Figuren sind mir sogar regelrecht ans Herz gewachsen, zumal einige der Handlungen auch hier im Westen keine Unbekannten sind, wenn auch hoffentlich nicht so dominant wie im vorliegenden Roman, aber wer weiß das schon genau.
Das Buch ist 2002 in Ägypten erschienen und hat für einigen Wirbel gesorgt. Von Einigen für seine Ehrlichkeit und Selbstkritik hochgelobt, von Anderen als Verunglimpfung Ägyptens verstanden. Immerhin wurde das Buch 2006 in Ägypten verfilmt und lief u.a. in Cannes und auf dem Berliner Filmfest. |
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