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das gesundheitssystem

 
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nagi




Anmeldedatum: 29.06.2008
Beiträge: 1878

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 21:09    Titel: das gesundheitssystem

In Deutschland ist die medizinische Versorgung bestens organisiert und sehr teuer.

Ägypten verfügt über ein der schlechtesten Gesundheitssysteme.

Das liegt vor allem an der Organisation, auch an den niedrigen Gehältern von Ärzte und Pflegebediensteten.

Die Ärzte in Ägypten sind wirklich gut, sind auch ihres Handwerks sicher, im Ausland bringen sie manchmal Wunder, nur können sie von ihren Gehälter in Ägypten nicht gut leben. Weshalb sie auch das operative Eingreif schnell anordnen, weil es mehr Geld bringt, auch wenn sie ganz genau wissen, das es nicht nötig wäre. Eine Gewissensfrage.

Jeder Ägypter kann sich in den staatlichen Krankenhäuser kostenlos behandeln lassen, von ersten Untersuchungen an, kostenlosen Medikamentengabe, bis hin zur größeren, operativen Eingriffen, was auch viele in Anspruch nehmen, selbst die, die Geld haben. Nur, dort herrschen miserable Zustände, was Sauberkeit, Hygiene und Organisieren angeht.

Private Klinken sind sehr teuer, entsprechen aber den internationalen Normen.

Seit mehreren Wochen versuchen die Ärzte zu demostrieren, finden aber keine Stelle, wo sie ihre Förderungen öffentlich machen können, werden von ihrer Gewerkschaft zu Parlamentstüren zur Straße von Sicherheitssoldaten verfolgt, um sie daran zu hindern, irgendein Laut von sich zu geben.

Gruß
Nagi
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Aegypten Urlauber







Verfasst am:     Titel: Urlaubsangebote

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maherba




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Beiträge: 9063
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BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 22:11    Titel: Re: das gesundheitssystem

nagi hat Folgendes geschrieben:
In Deutschland ist die medizinische Versorgung bestens


Stimmt, wenn man vergleicht

Zitat:
.....organisiert und sehr teuer.


ich erlebe es im Augenblick sehr sehr deutlich. Es ist zum koootzen.
Viele Untersuchungen werden z.B. im gleichen Haus vier oder fünfmal gemacht. Das verschlingt Unsummen u. das in einer Zeit der Internetvernetzung. ..............

Zitat:
Ägypten verfügt über ein der schlechtesten Gesundheitssysteme.


Global gesehen magst du recht Recht haben. Ich habe einige KH (in Hurghada) gesehen und erlebt u. ich würde sagen : Dort würde ich mich wohlfühlen u. hätte keine Bedenken.

Zitat:
Das liegt vor allem an der Organisation, auch an den niedrigen Gehältern von Ärzte und Pflegebediensteten.


Leider........

Zitat:
Die Ärzte in Ägypten sind wirklich gut, sind auch ihres Handwerks sicher, im Ausland bringen sie manchmal Wunder,


Stimmt - ein aus Ägypten stammender Arzt hat meiner zurzeit sterben Mutti hier in D. unglaublich gut getan.

Zitat:
Weshalb sie auch das operative Eingreif schnell anordnen, weil es mehr Geld bringt, auch wenn sie ganz genau wissen, das es nicht nötig wäre. Eine Gewissensfrage.


Kann ich persönlich nicht nachvollziehen - tut mir leid. Weiß aber von einer Freundin, dass es tatsächlich so gehandhabt wird.

Zitat:
Jeder Ägypter kann sich in den staatlichen Krankenhäuser kostenlos behandeln lassen, von ersten Untersuchungen an, kostenlosen Medikamentengabe, bis hin zur größeren, operativen Eingriffen, was auch viele in Anspruch nehmen, selbst die, die Geld haben.


Es gibt die Möglichkeiten, dass ist wunderbar und es werden immer mehr und auch die Bedingungen verändern sich ins positive.

Zitat:
Seit mehreren Wochen versuchen die Ärzte zu demostrieren, finden aber keine Stelle, wo sie ihre Förderungen öffentlich machen können, werden von ihrer Gewerkschaft zu Parlamentstüren zur Straße von Sicherheitssoldaten verfolgt, um sie daran zu hindern, irgendein Laut von sich zu geben.


Aufbegehren der Ärzte gab es auch vor Jahren schon, aber er verhallte.
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Ganz liebe Grüße

und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist!
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maherba




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Beiträge: 9063
Wohnort: mal hier - mal da

BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 22:52    Titel:

Hier ein Artikel - den ich eben in meinem Postfach fand: 10 000 Krankenschwestern in Ägypten droht die Entlassung wegen Gesichtsverschleierung
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Ganz liebe Grüße

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Luxor




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Beiträge: 357
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BeitragVerfasst am: 29.04.2009, 23:39    Titel:

Zu den staatlich bezahlten Schlechtverdienern gehören übrigens auch die Lehrer. Nicht umsonst haben viele nen Zweit- oder Drittjob. Oder steigt ganz um.

Auch an der Leistung der Schüler macht sich das bemerkbar. Das Desinteresse ist sehr groß.
Leider

LG
Luxor
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ana

Gast





BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 00:03    Titel:

[quote="Luxor"]

Zitat:
Zu den staatlich bezahlten Schlechtverdienern gehören übrigens auch die Lehrer. Nicht umsonst haben viele nen Zweit- oder Drittjob. Oder steigt ganz um.


Zitat:
Auch an der Leistung der Schüler macht sich das bemerkbar.


klar, die Lehrer bessern ihr mickeriges Gehalt mit Nachhilfe auf, also haben sie keine großes Interesse sich beim Schulunterricht groß anzustrengen.

VG
ana
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nagi




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Beiträge: 1878

BeitragVerfasst am: 30.04.2009, 14:50    Titel:

Ach, das Ausbildungssystem, das ist eine echte Katastrophe. Es tut Weh, wenn man die neuen Studiumabsoventen sieht. Die auch demonstrieren jeden Tag. Auch Professoren und Lehrer machen Mobil. Mal schauen.
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anneri




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BeitragVerfasst am: 04.07.2011, 14:48    Titel:

Klar kann man das Gesundheitssystem Ägypten nicht mit das Deutschlands vergleichen. Das soll nicht heißen, dass das deutsche System vor allen das Sozialversicherungssytem fehlerfrei sind. Ganz im Gegenteil: In Deutschland existiert im Prinzip ein Zwei-Klassen-System. Und es wird immer unübersichtlicher mit Privatvericherungen, Direktversicherungen, Betrieblichen Altersversorgungen usw. Aber natürlich hat Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ein recht gutes Gesundheits-und Sozialsystem.
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Tümmler




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BeitragVerfasst am: 20.07.2011, 12:12    Titel:

auch ich finde einen Vergleich deutscher Versicherungen mit ägyptischen schwirieg. ich persönlich finde - wiederrum im Vergleich - die kubanischen Krankenhäuser nicht so gut wie die ägyptischen. es ist halt eine frage der perspektive.
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princofnil




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BeitragVerfasst am: 28.08.2011, 16:36    Titel:

das gesundheitssystem sowie die medizinische versorgung in ägypten unterliegen einem extremen stadt-land gefälle.
es ist durchaus möglich, medizin auf europäischem standart zu finden.
ob differenzierte diagnostik, computertomographie und fast alle neuheitlichen methoden kann man zum beispiel in kairo finden.
aber wer kann sich diese medizin leisten. eher wohl eine handvoll previligierte personen.
der überwiegende teil der bevölkerung kann sich ja nicht mal auf dem land - ich spreche von der westbank - einen arztbesuch leisten sowie eine evtl. verordnete dauertherapie bei herz- kreislauferkrankungen, diabetes etc.
fast alle ärzte auf der westbank arbeiten über tage im krankenhaus.
entweder in qurna oder internationalem krankenhaus in luxor.
abends ab 18 uhr öffnen sie dann ihre praxis, die sich oft bis mitternacht hinzieht.
die wartezimmer sind beängstigend voll. nachdem jeder seine 30/40 pfund bezahlt hat kann er einige minuten mit dem arzt sprechen.
nach wenigen minuten ist die visite beendet, natürlich mit einem rezept in der hand. es bleiben dem arzt nur wenige minuten, ansonsten schafft er die masse der patienten nicht.
viele habe ich begleitet und konnte mich vom ablauf überzeugen.
habe selbst viele jahre in der chirurgie gearbeitet und weis wovon ich rede.
es gibt keine patientenakten mit angaben der anamnese, bisherige therapie, erfolgte untersuchungen mit resultat.
erforderliche materialien wie spritzen, verbände, salben muss der patient
in der apotheke - die sich im hause oder in unmittelbarer nähe befindet - erst besorgen und nochmal vorstellig werden.
mehrfach habe ich am späten abend, meist gegen mitternacht, bei ambulanten operationen wie appendektomie, leistenbruch, revisionen verkorkster frakturen etc. mitgeholfen.
die räume nicht desinfiziert, da sie bis unmittelbar vor der op. als sprechzimmer genutzt wurden, offene fenster, angehörige im raum, instrumente lediglich mit formalin desinfiziert und so weiter................
diese umstände lassen sich dann auch an den komplikationen erkennen.
nirgendwo habe ich so viele diabetiker gesehen mit drastischen spätschäden. verfaulte zehen und ganze vorfüsse bei denen ich nur die sofortige amputation raten konnte. vielen war ihre situation bewusst aber die mittel für insulin und die ständigen kontrolluntersuchungen war einfach nicht vorhanden. habe versucht bei sehr vielen mit medikamenten und besuchen zu helfen, sprengte aber innerhalb kurzer zeit meine möglichkeiten, zeitlich wie auch finanziell.
auch die kleineren krankenhäuser in luxor zur kostenlosen versorgung habe ich mir angesehen. diese eindrücke kann man uneingeschränkt auf sie übertragen.
den ägyptern fallen diese misstände weniger auf. sie sind es nicht anders gewohnt.
agypten, ein land in dem sich hinsichtlich der medizinischen versorgung noch einiges tun müsste.
ich beschreibe meine persönlichen erfahrungen. es soll in keinster weise diskriminierend sein, nur die unterschiede zu deutschland aufzeigen in dem viele die qualität der versorgung nicht zu schätzen wissen.
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Luxor




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BeitragVerfasst am: 29.08.2011, 12:21    Titel:

Hallo princeofnil,

welche Möglichkeit siehst du denn für eine ägyptische Familie in luxor sich über eine Krankenversicherung zu versorgen?
Hast du da Erfahrungen? Vielleicht nen Anbieter?

LG
Luxor
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princofnil




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BeitragVerfasst am: 29.08.2011, 13:24    Titel:

hey luxor.

in ägypten gibt es hinsichtlich der krankenversicherung drei gruppen:

1. ägypter mit einem offiziellen arbeitsverhältniss mit vertrag.
hier bezahlt der arbeitgeber, wie in deutschland, die beiträge
gilt nur für eine handvoll personen.

2. staatsbedienstete ( lehrer, soldaten, eben alle in den verwaltungen.
gilt für einige millionen

3. der rest ist nicht in der lage sich zu versichern und muss aus eigener
tasche bezahlen. es gibt keine private versicherung für einheimische.
die beiträge könnte eh so gut wie niemand bezahlen.

Quelle: ägyptische botschaft.

hoffe die frage damit beantwortet zu haben.
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Luxor




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BeitragVerfasst am: 29.08.2011, 22:04    Titel:

nicht ganz,

mich interessiert Punkt 3.

Welchen Anbieter kann ich kontaktieren?

Ich selber hätte ne deutsche Versicherung. Aber für meine Schwiegerfamilie suche ich noch nach ner Idee. Das die sich die nicht leisten können ist klar, aber vielleicht der Sohn der in D. arbeitet.

ch habe das Gourna Hospital von innen gesehen und dort auch einige Leute kennen gelernt. Ich hoffe, mit der Zeit kann ich von hier einige Hilfe ( Materia) organisieren.

LG
Luxor
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Salamander




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BeitragVerfasst am: 29.08.2011, 22:17    Titel:

Hallo Luxor,

ich kann mir vorstellen, dass es Einheimischen auch möglich ist, eine KV zu wählen, die den ausländischen Residenten möglich ist. Ein Anbieter ist die Allianz Egypt. Vor ein paar Jahren waren wir mal beim Honorarkonsul in Hurghada. Er war gerade dabei, KV-Pakete mit verschiedenen Versicherern für ausl. Residenten zu schnüren. Was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Aber eine eMail-Nachfrage kann ja nicht schaden.
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VG
Salamander
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Luxor




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BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 11:55    Titel:

Danke dir,

werde mal versuchen die anzuschreiben um zu sehen welche Daten die brauchen. Und was so was kosten soll. Denke dort gibt es auch ne Art Gesundheitsprüfung.

LG
Luxor
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princofnil




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BeitragVerfasst am: 30.08.2011, 12:50    Titel:

habe auch von der allianz gehört, finde im internet die seite aber keine beiträge. für residenten mag das sicher eine möglichkeit sein.
wenn du dich bereit erklärst die beiträge zu zahlen evtl. eine möglichkeit.
habe versucht mich telefonisch mit der versicherung in verbindung zu setzen, aber leider war die verbindung immer nach wenigen sekunden getrennt.

das krankenhaus in qurna kenne ich recht gut. der manager hat mir alle räumlichkeiten gezeigt. war schon sehr gewöhnungsbedürftig. besonders was die sogenannten "sterilräume" angeht.
ich habe etliche sachen dem kleinen krankenhaus , oder besser ambulatorium, in ezba zukommen lassen. dort sind die verhältnisse noch drastischer.
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