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maherba

Anmeldedatum: 17.02.2007 Beiträge: 9063 Wohnort: mal hier - mal da
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| christophp hat Folgendes geschrieben: |
| Na, Ana, nun bist du völlig daneben. |
Warum - wird hier so umsich geschlagen??
| Zitat: |
| Da dir mit Verstand eh nicht beizukommen ist, wird mir das nun zu blöd, da wir so nichts zum aktuellen Thema beitragen. |
Warum - wird immer wieder so taktlos mit einander umgegangen.
| Zitat: |
| Da gibt der klügere nach. |
Wer ist denn der Klügere ............  _________________ Ganz liebe Grüße
und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist! |
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Aegypten Urlauber
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ana
Gast
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Christophp
| Zitat: |
| Na, Ana, nun bist du völlig daneben. |
nein, sehe ich anders - muss dir aber nicht peinlich sein
| Zitat: |
| Da dir mit Verstand eh nicht beizukommen ist, wird mir das nun zu blöd, da wir so nichts zum aktuellen Thema beitragen. |
Mit Verstand schon, aber nicht mit deiner jetzigen Art  |
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Beati
Anmeldedatum: 13.12.2008 Beiträge: 60 Wohnort: Halle
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Eigentlich begreife ich nicht was hier für Diskussionen aufkommen.
"Nächstenliebe" - für mich selbstverständlich.
Arbeite in einem Wohlfahrtsverband und betreue dort sehr viele soziale Projekte. (Unterstützung sozial schwacher Kinder, Patenschaften mit Schulen und Kindergärten)
Führe jedes Jahr ein Benefizkonzert durch. Habe eine Elterncafe eröffnet - einfach reden, zu hören und helfen.
Und als Ägyptenurlauber habe ich auch dort Möglichkeiten gesucht und gefunden.
Ich bin stolz auf meine soziale Einstellung und würde mich freuen, wenn es noch mehr Menschen gibt, die einfach helfen und nicht nur die Hand aufhalten.
Und ich weiß das es hier im Forum sehr viele solche Menschen gibt, die anderen helfen, macht einfach weiter und hört nicht auf die, die alles zerreden wollen |
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Blueray
Anmeldedatum: 25.11.2007 Beiträge: 682 Wohnort: Cairo
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aber auch Ägyptern ist das Wort Mitleid und Nächstenliebe nicht unbekannt
das ist richtig, das fängt schon damit an das jüngere in der Metro den älteren den sitzplatz anbieten u.s.w
hierzulande eher selten |
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maherba

Anmeldedatum: 17.02.2007 Beiträge: 9063 Wohnort: mal hier - mal da
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| Blueray hat Folgendes geschrieben: |
...das fängt schon damit an das jüngere in der Metro den älteren den sitzplatz anbieten u.s.w
hierzulande eher selten |
RICHTIG: Und wenn es mal vorkommt, dann sind es meist junge Menschen aus muslimischen Ländern. _________________ Ganz liebe Grüße
und denkt dran: Wenn ihr auf Reisen geht um etwas anderes zu sehen - dann beklagt euch nicht - wenn alles anders ist! |
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ana
Gast
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[quote="maherba"][quote="Blueray"]
| Zitat: |
...das fängt schon damit an das jüngere in der Metro den älteren den sitzplatz anbieten u.s.w
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was auch eine gute Erziehung zeigt.
| Zitat: |
| hierzulande eher selten |
leider
| Zitat: |
| RICHTIG: Und wenn es mal vorkommt, dann sind es meist junge Menschen aus muslimischen Ländern. |
dem muss ich widersprechen - zumindest für den Bereich den ich kenne - hier lümmeln sie sich auf den Plätzen - über die Beine kann man stolpern, wenn sie nicht gerade auf dem freien Platz liegen.
Hier sehe ich dt. Jugendliche oder jüngere Erwachsene die ihren Platz anbieten. Leider bekommt man von den ausländischen Mitbürgern oft nur dumme Sprüche zu hören - zumindest wenn sie zu zweit oder mehreren sind.
ana |
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christophp
vorübergehend auf der Strafbank

Anmeldedatum: 23.12.2008 Beiträge: 194
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Die christlich Nächstenliebe wird ungefähr so definiert: tu am deinem Nächsten das was du dir wünscht, dass dir selber angetan werde, tue deinem Nächsten nichts an, von dem du nicht willst, dass es dir angetan werde.
Aus dieser Nächstenliebe lässt sich die gegenseitigen Anerkennung und die Gleichwertigkeit aller Menschen ableiten, und das führte in den christlichen Ländern zu den Menschenrechten, der Demokratie und der Freiheit.
Da der Islam der Begriff der Nächstenliebe nicht kennt. gehören Menschenrechte, Demokratie und Freiheit nicht gerade zu den Idealen der islamischen Staaten.
Das erklärt auch, warum die Ägyptische Gesellschaft, abgesehen vielleicht vom Roten Halbmond keine, karitativen Organisationen wie Caritas, Diakonie, Heilsarmee, Johanniter hervorgebracht hat.
Nun kommt der wohlwollende, gute deutsche Christ um die Ecke, und versucht den Ägyptern den Begriff der Nächstenliebe beizubringen. Er lebt die Nächstenliebe vor und spendet Geld für die Armen, gegen den Hunger, übernimmt Patenschaften für Kinder, hilft wo er kann. Alles sehr löblich.
Das die Nächstenliebe gar nicht verstanden wird, ignoriert er dabei völlig. Er stößt nur auf Unverständnis und bestätigt das Klischee vom reichen Europäer, der so reich ist, das er mit dem Geld nicht weiß wohin und damit um sich werfen kann.
An den zuständen der Armut, des Hungers, der Not ändert er damit jedenfalls gar nichts. Hilfe durch Nächstenliebe kann in Ägypten nicht funktionieren. Wer helfen will, muß völlig andere Ansätze finden.
Und nun könnt ihr hier wieder eifrig zitieren, kopieren und euch blamieren. Ändert nichts.
PS: Das Aufstehen in der Metro ist ein Ausdruck der Höflichkeit gegenüber Frauen, Alten und Gebrechlichen, für mich kein Beispiel für Nächstenliebe.
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Luxor

Anmeldedatum: 28.04.2008 Beiträge: 357 Wohnort: NRW
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Nein christophp,
das geht in Ägypten. Nur anders als hier.
Dort gibt es eine Gemeinschaft wie man sie bei uns leider nicht mehr/kaum findet.
Jeder hilft jedem. Egal in welcher Form.
Ein Beispiel:
Zur Hochzeitsfeier packen alle mit an.
Die Frauen backen, kochen putzen usw.
Die Männer organisieren, bauen, basteln, usw.
Egal ob Familie, Nachbarn, Freunde.
weiteres Beispiel:
ist jemand krank, muß zum Arzt, hat kein Geld wird gesammelt, jeder was er kann. Nicht nach dem Motto, hilf dir selbst, dann hilft dir Allah.
Nein.
Auch die Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden, Kranken, Behinderten und Armen gibt es dort. Alles selbst erlebt.
Manchmal anders als in D, oft aber identisch.
Sheimas Geschichte finde ich toll. Sie tut etwas. Wenn mehr Leute so reagieren, bräuchten wir uns weniger um andere Dinge Gedanken machen.
Danke Sheima.
Und hört auf euch hier ständig anzugiften. Auch das hat was mit Nächstenliebe und guter Erziehung zu tun.
LG
Luxor _________________ Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt... |
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ana
Gast
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[quote="Luxor"]
| Zitat: |
Und hört auf euch hier ständig anzugiften. Auch das hat was mit Nächstenliebe und guter Erziehung zu tun. |
Luxur du sprichst mir aus der Seele mit ALLEM was du geschrieben hast. Für mich ist es eigentlich so selbstverständlich und ich verstehe deshalb nicht, wie man sagen kann, dies gibt es alles in Ägypten nicht.
Mit dem angiften gebe ich dir auch Recht - aber manchmal platzt mir einfach der Kragen, denn im Grunde bin ich viel mehr für Harmonie. Nur bei Ignoranz und ständigen negativen "Urteilen" "kocht" es bei mir.
Danke für deinen sachlichen und richtigen Beitrag.
LG
ana |
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sheyla
Anmeldedatum: 22.05.2007 Beiträge: 908
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Sicher mögen einige Dinge so sein, wie sie Luxor und auch andere angeführt haben, dass man sich u.a. gegenseitig hilft und vielleicht auch für kranke Freunde sammelt. Hab ich dort auch schon selbst erlebt.
Nur, ich kann die Meinung von Christoph auch absolut nachvollziehen. Es gibt schon einige Ägypter, die in meinen Augen nicht als total arm gelten, sich jedoch immer als solche (speziell gegenüber uns Europäern) ausgeben. Möchte man einem wirklich! armen Ägypter etwas geben, stehen die anderen "armen" bereits mit offener Hand da, ohne auch nur den kleinsten Funken Einsicht, dass der andere wirklich Arme es vielleicht viel viel nötiger hätte. Hab ich auch schon selbst dort erlebt!
Wo ist da die hier so hoch angepriesene Nächstenliebe geblieben?
Was Christoph hier mit der Erklärung aus dem Koran versucht hat rüber zu bringen ist für mich absolut einleuchtend und bestätigt nur all zu gut meine gemachten Erfahrungen in Ägypten.
Mosleme dürfen nicht betteln?
Uns hat in Kairo eine jüngere gepflegte verschleierte moslemische Frau im schwarzen Gewand angebettelt. Ehrlich gesagt sah diese alles andere als arm aus. Verschleiert, schwarze Tracht fällt wohl eher unter den Begriff "streng gläubig". Dies ist wohl eher unter den Begriff "Scheinheiligkeit"einzuordnen. _________________ Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten!
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christophp
vorübergehend auf der Strafbank

Anmeldedatum: 23.12.2008 Beiträge: 194
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@ Luxor
Dinge wie Helfen bei einer Hochzeit, Geld sammeln für einen Kranken oder Nachbarschaftshilfe fallen, wie oben schon ausgeführt, unter das 3. Gebot des Islams, und bezeichnet soziale Wohltätigkeit (Zakat), meint damit das freiwillige Geben von Almosen.
Es hat mit Nächstenliebe nichts zu tun, denn der Islam kennt die Nächstenliebe nicht.
Beispiel für christliche Nächstenliebe gibt es in der westlichen Welt genügend. Ich wiederhole mich: karikative Organisationen, Schutz der Minderheiten, Armenrecht, Demokratie, Freiheit, Menschenrechte.
Alles Begriffe, die den Gesellschaften der islamisch geführten Staaten völlig fremd, da in ihrer Religion nicht verankert, sind.
@ sheyla
Manche verschließen halt Augen und Ohren vor der Realität, wollen und können die Dinge nicht sehen wie sie eben sind. Die Nächstenliebe in die Kultur der islamischen Länder einzuführen kommt den Versuch gleich, der Kuh das Eierlegen bei zu bringen. Aber mache haben halt hehrere Ziele. Bestätigung der gängigen Klischees der Ägypter über die Europäer sind die Folge, das Bettlertum wird gefördert, die vermeintliche „Hilfe“ der "Reichen Europäer" wird gnadenlos ausgenutzt und darüber beklagt der sich dann wieder.
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sheyla
Anmeldedatum: 22.05.2007 Beiträge: 908
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Andere Baustelle zum Thema Betteln, Almosen und Nächstenliebe.
Schauplatz Hurghada - eine alte Frau, schmutzig, verschlissene Kleider, halb blind sitzt am Straßenrand, den Blick gesenkt, sie starrte unentwegt auf die Straße. Sie hält ganz leicht die Hand auf, man sah, dies war ihr selbst sehr peinlich.
Jeder der vorbei lief schaute sie an, jedoch liefen die meisten Ägypter unverrichteter Dinge an dieser Frau vorbei. Einige rannten sie fast über den Haufen. Das Schauspiel war für mich einfach unfassbar. Ich drückte der Frau 10 LE in die Hand, sie traute wohl ihren Augen nicht. Sie hob ihren Blick und sah mich an, ihr standen die Tränen in den Augen - mir ebenfalls. _________________ Wer Rechtschreibfehler findet darf diese behalten!
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christophp
vorübergehend auf der Strafbank

Anmeldedatum: 23.12.2008 Beiträge: 194
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Nichts gegen die Gabe von Almosen.
Ein Beispiel von mir. Meine Frau hat in der Stadt einen Jungen aufgelesen, etwa 12 Jahre, weinend, schmutzig, verstört, verzweifelt. Meine Frau fragte ihn was los sei, da sagte er, er kommt aus Kairo, von sehr weit her, ist von Zuhause ausgerissen, um hier Arbeit zu suchen. Aber niemand hat ihn genommen, er hat seit Tagen nichts gegessen, nachts in Baustellen geschlafen, kein Geld und will zurück nach Hause, doch er fand niemand der ihm geholfen hätte. Spott und Hohn hat er stattdessen von seinen eigenen Landsleuten geerntet. Meine Frau rief mich an und fragte was Sie tun soll.
Bring ihn mit, war meine Antwort. Bei uns gaben wir ihm zu Essen, er konnte sich waschen, dann haben wir ihn zu Busstation gefahren, ein Ticket nach Kairo gekauft, ihn mit etwas Proviant versorgt. Der Junge konnte sein Glück nicht fassen. Er hat uns fast zum Abschied die Hände geküsst. Ich habe selten in ein glücklicheres Gesicht gesehen. Dank nicht mir, sagte meine Frau. Sie hätte es nicht getan.
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christophp
vorübergehend auf der Strafbank

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@ Ana
Hab ich doch glatt vergessen, mich noch zu Bedanken für deine gestrigen, hilfreichen Beiträge zum Thema. Ist auch nicht die feine Art….. Also, Danke für deine obigen Belehrungen, Frau Oberlehrer.
Die abgedroschene Phrase „Wie es im Wald schallt, schallt es auch heraus“ ist wirklich sehr hilfreich. Wenn ich mich auf dein Niveau herunterlasse, werde ich die auch mal anwenden.
Kröte Kuhmatsch, alles Quatsch
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sheyla
Anmeldedatum: 22.05.2007 Beiträge: 908
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